Medizinische Versorgung

Marienambulanz

Mein Bauch tut so weh. Wo kann ich ohne E-Card Hilfe finden?

Seit 1999 werden in der Marienambulanz Menschen aus vulnerablen Gruppen (Obdachlose, Asylwerbende, Unversicherte) wertschätzend medizinisch behandelt und betreut. Das Spektrum umfasst Allgemeinmedizin und Fachordinationen, Sprachbarrieren werden mithilfe von Dolmetscher*innen überbrückt, Medikamente bei Bedarf gratis mitgegeben. Das Team besteht aus zehn Angestellten sowie vierzig Freiwilligen.

Die Marienambulanz wurde 1999 gegründet, als viele Flüchtlinge aus dem ehem. Jugoslawien nach Österreich kamen und hier nur schwer Zugang zu medizinischer Behandlung hatten – Asylwerbende waren damals nicht krankenversichert, dazu kam die Sprachbarriere. Diesem Gedanken –benachteiligten Menschen einen niederschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen – ist die Marienambulanz bis heute treu geblieben. Geändert haben sich in der Zwischenzeit die Herkunftsländer. Neben nicht versicherten Österreicher*innen sind es aktuell viele Menschen aus Afghanistan und Rumänien, die Hilfe suchen.

Täglich sind es ca. 20-30 Personen, die in die Ambulanz kommen. Neben allgemeinmedizinischer Behandlung gibt es mittlerweile viele Fachsprechstunden, wie zum Beispiel Gynäkologie, Fußpflege, Physiotherapie, Sozialarbeit und mehr. Dolmetscher*innen sind täglich anwesend und auch telefonisch verfügbar, was uns sehr wichtig ist, um eine gute und vertrauensvolle Verständigung zu ermöglichen. Einmal pro Woche fährt die Rollende Ambulanz an öffentliche Plätze und in Notschlafstellen und behandelt die Menschen direkt vor Ort. Medikamente werden bei Bedarf gratis mitgegeben. Ein Großteil dieser Angebote wird durch unsere ehrenamtliche Mitarbeiter*innen ermöglicht. Das hauptamtliche Team besteht aus 10 Personen.

Das Ziel unserer Arbeit in der Marienambulanz: Patient*innen bei akuten medizinischen Problemen zu helfen, den Verlauf von chronischen Krankheiten sowie die Lebenssituation zu stabilisieren und bei der Integration im österreichischen Gesundheits- und Sozialsystem zu unterstützen. Viele der Patient*innen verlassen die Marienambulanz nach einigen Jahren, wenn sie eine stabile Lebens- und Arbeitssituation erlangt haben und ausreichend Deutsch sprechen, und suchen sich einen eigenen Hausarzt. Daran erkennen wir, dass unser Ziel erreicht wurde.

Mit Deinem Herz ermöglichen wir die medizinische Versorgung für jeden Menschen, der keine Sozialversicherung hat.

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